Fake-Reiseangebote: Betrug bei Urlaubsbuchungen
Warnung vor Fake-Reiseangeboten: So erkennen Sie betrügerische Urlaubsbuchungen, Fake-Ferienwohnungen und gefälschte Flugbuchungsportale.
Betrugsmaschen bei Reisebuchungen
Fake-Reiseangebote gehören zu den am schnellsten wachsenden Betrugsformen im Internet. Die Masche ist immer ähnlich: Traumhafte Ferienwohnungen zu Schnäppchenpreisen, Fünf-Sterne-Hotels zum Preis einer Pension oder Flüge weit unter dem Marktpreis locken arglose Urlauber in die Falle. Nach der Bezahlung per Vorkasse existiert die Unterkunft nicht, die Buchungsbestätigung ist gefälscht, und der Anbieter ist nicht mehr erreichbar.
Besonders perfide sind Betrüger, die real existierende Ferienunterkünfte auf Plattformen wie Airbnb, Booking.com oder FeWo-direkt kopieren und unter einer eigenen, täuschend echt aussehenden Website anbieten. Auch gefälschte Social-Media-Gewinnspiele mit angeblichen Reisegutscheinen dienen häufig dazu, persönliche Daten und Zahlungsinformationen abzugreifen.
Warnzeichen für Fake-Angebote
Seien Sie misstrauisch bei Preisen, die deutlich unter dem Marktniveau liegen – eine Ferienwohnung auf Mallorca in der Hochsaison für 30 Euro pro Nacht ist unrealistisch. Weitere Warnsignale: Bezahlung ausschließlich per Banküberweisung oder Western Union, kein Impressum auf der Website, fehlende echte Bewertungen, Kommunikation nur per E-Mail (kein Telefon), und extremer Zeitdruck (Nur noch heute buchbar').
Prüfen Sie die URL der Buchungsseite genau: Betrüger verwenden häufig Domains, die bekannten Portalen ähneln (z. B. booking-com-offers.com' statt booking.com'). Achten Sie auf ein gültiges SSL-Zertifikat (Schloss-Symbol) und überprüfen Sie das Impressum. Geben Sie den Anbieter in eine Suchmaschine zusammen mit Betrug' oder Erfahrungen' ein.
Sichere Buchungsplattformen nutzen
Buchen Sie bevorzugt über etablierte Plattformen mit Käuferschutz: Booking.com, Airbnb, HolidayCheck und die Portale der großen Reiseveranstalter bieten Zahlungsabwicklung über die Plattform, bei der das Geld erst nach dem Check-in an den Vermieter fließt. Zahlen Sie niemals an Privatpersonen oder auf ausländische Konten außerhalb der Plattform.
Auch bei Plattformbuchungen sollten Sie die Unterkunft verifizieren: Suchen Sie die Adresse bei Google Maps, prüfen Sie die Bewertungen auf verschiedenen Portalen und kontaktieren Sie den Vermieter vorab telefonisch. Seriöse Vermieter beantworten Detailfragen zur Unterkunft bereitwillig und können zusätzliche Fotos oder einen Video-Rundgang anbieten.
Was tun, wenn Sie betrogen wurden?
Erstatten Sie umgehend Strafanzeige bei der Polizei – dies ist auch online über die Internet-Wache Ihres Bundeslandes möglich. Sichern Sie alle Beweise: E-Mail-Verkehr, Buchungsbestätigungen, Zahlungsbelege, Screenshots der Website und des Inserats. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Kreditkartenanbieter wegen einer Rückbuchung (Chargeback) – bei Kreditkartenzahlungen bestehen meist bessere Chancen als bei Überweisungen.
Melden Sie das betrügerische Angebot der jeweiligen Plattform, damit es gesperrt wird. Die Verbraucherzentralen und das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland helfen bei grenzüberschreitenden Betrugsfällen. Leider ist die Rückerlangung des Geldes bei Überweisungen ins Ausland schwierig – umso wichtiger ist die Prävention durch sichere Zahlungswege.
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Geprüft durch das Verbraucherschutz Institut Deutschland
Dieser Artikel wurde von unserer Redaktion sorgfältig recherchiert und nach den Grundsätzen des unabhängigen Verbraucherschutzes erstellt. Stand: 8. März 2026.