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Betrug & Abzocke(aktualisiert: 5. Mai 2026)8 Min. Lesezeit

Ferienwohnungsbetrug: Warnung vor Fake-Inseraten

Gefälschte Ferienwohnungsangebote können den Urlaub ruinieren. Erfahren Sie, wie Sie Fake-Inserate erkennen und sich vor Ferienwohnungsbetrug schützen.

Wie Ferienwohnungsbetrug funktioniert

Betrüger kopieren echte Inserate von seriösen Plattformen und veröffentlichen sie zu einem deutlich günstigeren Preis auf anderen Portalen oder auf eigenen Webseiten. Die Fotos und Beschreibungen stammen von realen Ferienwohnungen, die Buchung wird jedoch nie weitergeleitet. Das Geld verschwindet, und am Urlaubsort gibt es keine Unterkunft.

Eine verbreitete Variante ist die Kontaktaufnahme außerhalb der offiziellen Buchungsplattform. Der angebliche Vermieter bietet einen Rabatt an, wenn die Buchung direkt per Überweisung erfolgt. Damit umgehen die Betrüger den Zahlungsschutz der Plattform und das Geld ist unwiederbringlich verloren.

Auch existierende Ferienwohnungen werden für betrügerische Zwecke missbraucht. Manchmal werden Unterkünfte mehrfach für denselben Zeitraum vermietet. Die Urlauber stehen dann vor einer bereits belegten oder gar nicht existierenden Unterkunft.

Warnsignale für Fake-Inserate

Auffallend günstige Preise im Vergleich zu ähnlichen Objekten in der Region sind ein deutliches Warnsignal. Recherchieren Sie die ortsüblichen Mietpreise, bevor Sie buchen. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das in der Regel auch.

Achten Sie auf die Qualität des Inserats. Professionelle Stockfotos statt authentischer Aufnahmen, fehlende Adressangaben und ein Vermieter, der nur per E-Mail erreichbar ist, deuten auf Betrug hin. Nutzen Sie die Google-Bildersuche, um zu prüfen, ob die Fotos von anderen Webseiten stammen.

Sicher buchen: Tipps und Empfehlungen

Buchen und bezahlen Sie ausschließlich über etablierte Buchungsplattformen wie Airbnb, Booking.com oder FeWo-direkt. Diese bieten in der Regel einen Zahlungsschutz und überprüfen die Vermieter. Überweisen Sie niemals Geld direkt an einen privaten Vermieter, den Sie nicht kennen.

Lesen Sie die Bewertungen anderer Gäste aufmerksam. Fehlen Bewertungen gänzlich oder wirken sie unrealistisch positiv, sollten Sie skeptisch sein. Achten Sie auf verifizierte Bewertungen und eine längere Bewertungshistorie.

Vereinbaren Sie wenn möglich vor der Buchung ein Telefonat oder einen Videocall mit dem Vermieter. Seriöse Anbieter sind bereit, Fragen zur Unterkunft zu beantworten und zusätzliche Fotos oder eine virtuelle Führung anzubieten.

Besondere Vorsicht in der Hauptsaison

In der Ferienzeit und an beliebten Urlaubsorten häufen sich betrügerische Angebote besonders. Buchen Sie frühzeitig und lassen Sie sich nicht von Last-Minute-Schnäppchen zu übereilten Entscheidungen verleiten. Betrüger nutzen die Angst, keinen Urlaub mehr zu bekommen, als Druckmittel.

Besonders betroffen sind beliebte Urlaubsregionen an Nord- und Ostsee sowie in Süddeutschland. Auch bei Auslandsreisen, insbesondere nach Spanien, Italien und Kroatien, sollten Sie besonders aufmerksam sein. Prüfen Sie Angebote gründlich und nehmen Sie sich Zeit für die Recherche.

Hilfe bei Betrugsfällen

Wenn Sie auf einen Ferienwohnungsbetrug hereingefallen sind, erstatten Sie sofort Anzeige bei der Polizei. Sichern Sie alle Unterlagen wie E-Mail-Verkehr, Überweisungsbelege und Screenshots des Inserats. Informieren Sie auch die Buchungsplattform, damit das betrügerische Inserat entfernt wird.

Kontaktieren Sie Ihre Bank und prüfen Sie die Möglichkeit einer Rückbuchung. Bei Kreditkartenzahlungen haben Sie unter Umständen Anspruch auf ein Chargeback-Verfahren. Die Verbraucherzentralen bieten zudem Beratung zu Ihren rechtlichen Möglichkeiten an.

Schlagwörter

FerienwohnungUrlaubsbetrugFake-InserateBuchungsplattformenKäuferschutzReisebetrug

Geprüft durch das Verbraucherschutz Institut Deutschland

Dieser Artikel wurde von unserer Redaktion sorgfältig recherchiert und nach den Grundsätzen des unabhängigen Verbraucherschutzes erstellt. Stand: 5. Mai 2026.